Ich wurde 1978 in Canberra/Australien geboren und verbrachte meine Jugend in Deutschland, Österreich und England, wo ich 1997 das International Baccalaureate abschloss. Zurück in Österreich widmete ich mich nach einem Schnuppern in der Anthropologie und der Politikwissenschaft dem Studium der Volkswirtschaft in Wien, bis ich 2002 die Hinterbreiteneben vermacht bekam und das Studium unterbrach. In weiterer Folge wandelte ich die desolate Hofstelle in ein ländlich elegantes Ferienhaus für Jungfamilien um, absolvierte eine Ausbildung zum Forstschutzorgan und revitalisierte den land- und forstwirtschaftlichen Betrieb.

Inspiriert durch die physische Auseinandersetzung mit der Interkonnektivität und dem dynamischen Gleichgewicht organischer Abläufe - wie ich sie nur theoretisch aus der Volkswirtschaft kannte - entstanden in den Jahren nach 2005 diverse Design-Objekte. Bei diesen verwendete ich Strausseneier als Sinnbild für das Leben und die jeweilige Manipulation als Metapher der zugrundeliegenden Dynamik. Im Zentrum stehen die organischen Lichtskulpturen und die Balancevasen, für welche ich 2009 u.a. ein österreichisches Patent und ein deutsches Gebrauchsmuster erhielt.

Im Jahr 2010 wurde ich zum Zivildienst im Landeskrankenhaus St. Pölten eingezogen. Angeregt durch die erfahrene Diskrepanz zwischen der - aus ökonomischer Sicht - anzunehmenden Unwirtschaftlichkeit der Zivildienerarbeit und dem propagierten Paradigma des Zivildienstes als unverzichtbarer Beitrag zum Wohlstand der Gesellschaft schrieb ich 2011 meine Diplomarbeit über den Zivildienst und seinen Beitrag zur Wohlfahrt in Österreich und beendete damit das Studium der Volkswirtschaftslehre auf der Wirtschaftsuniversität Wien.

2013 Einzelausstellung mit dem Thema: Zivildienst - Metaphern welche ökonomischen Hintergründe des Zivildienstes erläutert.